Manchmal ist schreibt das Leben reine Ironie. Ich fahre früh morgens auf dem Weg nach Basel in Delémont ein und nehme die 20 Minuten zur Hand. Gross sticht mir die Titelseite ins Auge:

SBB-Züge pünktlich wie noch nie zuvor

Die SBB waren im vergangenen Jahr püntklicher als je zuvor: 96,2 prozent der Personenzüge kamen mit weniger als fünf Minuten Verspätung im Zielbahnhof an.

"Nun, wer schon mal wegen dieser 5 Minuten den Anschluss verpasst hat, wird durch diese Zeilen nicht getröstet" denke ich mir beim Studium des Artikels. Noch viel Geschreibsel über die Vorgaben und zielerreichungen ... da fällt mir auf, dass ich immer noch in Delémont stehe. Und auch zum Zeitpunkt, wo ich etwa hätte LAUFEN passieren müssen, stehe ich immer noch im Bahnhof, kein Wank des Zuges, nur ein paar aufgeregte Herren in SBB Uniform mit Handies. Während ich eigenlcih in Basel ankommen sollte, werde ich informiert, dass dieser Zug nicht nach Basel fährt (welch ein Wunder nach über 20 Minuten) und wir möchten doch bitte in den Regionalzug auf Gleis 4 umsteigen.

Regionalzug, das heisst kein Platz, Vorort-S-Bahn und ab Laufen Halt an fast allen Stationen. Der Tag fängt schon wieder genial an... Und die armen, welche bis jetzt in Laufen gewartet haben und stehend bis Basel fahren müssen tun mir schon jetzt leid :)

Was sagt uns das? Die Strecke Basel-Biel scheint innerhalb dieser 3,8 Prozent zu liegen - regelmässig und präzise. Statistiken sagen eben vieles, aber nicht immer die ganze Wahrheit einzelner.